Der Cornu Helikopter

Eines der ersten Modelle eine Hubschraubers wurde von dem französischen Erfinder und Ingenieur Paul Cornu gebaut. Er kam 1907 mit seiner Version eines Fluggerätes mit Rotoren in die Öffentlichkeit. Cornu hatte eigentlich seine Erfahrung mit dem Bau von Fahrrädern gesammelt, sich dann aber auch an einem Fluggerät versucht. Der Cornu Helicopter hatte einen Motor, der einen Mast drehen ließ, der wiederum wiederum zwei waagrechte Räder eines Fahrrades antrieb, an denen jeweils zwei Flügel befestigt waren.

Cornu hatte durchaus eine gute Idee, denn die Mechanik war der von heutigen Hubschraubern ähnlich. Sein Gerät schaffte es aber nicht, sich für längere Zeit in die Luft zu begeben. Es wird berichtet, dass es bei den Testflügen lediglich zu ein paar Hopsern kam, und auch über die Höhe dieser Sprünge gibt es unterschiedliche Angaben.

Angetrieben wurde das Fluggerät von einem Antoinette Motor, der 25 PS leistete. Der aber machte auch einen wesentlichen Teil des Gewichts aus, dass ohne Pilot 260 Kilogramm betrug. Spätere Berechnungen zeigten, dass sowohl der Motor als auch die recht kleinen Rotorblätter nicht in der Lage waren, Cornus Erfindung wirklich in die Höhe zu bringen. Dennoch gilt der Franzose als ein Pionier der Hubschraubergeschichte.

Die Lehre von der Aerodynamik

 

Die Aerodynamik beschreibt als wissenschaftliche Richtung die Gesetze von Luftströmungen. Dabei wird vor allem berechnet, wie sich die Strömung der Luft verändert, wenn sie auf ein Hindernis trifft. Die Menschen haben die Aerodynamik schon lange ausgenutzt, ohne sie aber genau berechnen zu können. So spielt sie zum Beispiel eine große Rolle, wenn ein Segelschiff angetrieben wird.

Wichtg für den Bau von Autos

Im Autobau wird die Aerodynamik verwendet, um den Luftwiderstand so gering wie möglich zu halten. Hier wird in einem Windkanal getestet, wo es bei der vorbeiströmenden Luft zu Verwirbelungen kommt. Diese Wirbel sind es, die eigentlich den so genannten Widerstand verursachen. Ein gerade in den Windkanal gehaltenes Blatt hat keinen Widerstand, sobald man es aber leicht schräg stellt, wird man sehen, dass sich die Luftströme an der Ober- und an der Unterseite unterschiedlich verhalten.

Kinder machen sich diese Eigenschaft bei Fliegen von Drachen zu nutze. Auch hier wird der recht flache Drache in den Wind gestellt, und je nachdem welchen Winkel er hat kann er aufsteigen, nach vorne fliegen oder aber still in der Luft stehen.

Luft sorgt für Auftrieb

Bei einem Flugzeug will man zum einen wenig Luftwiderstand haben, kann zum anderen aber auch nicht vollkommen darauf verzichten, weil das Gerät sonst nicht fliegen würde. Gleiches gilt bei einem Hubschrauber. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man, sich mit den Naturgesetzen der Aerodynamik zu beschäftigen und begann zu verstehen, wie man diese Luftströmungen berechnen kann.

Im wesentlichen gibt es vier Kräfte, die auf ein fliegendes Objekt einwirken: Auftrieb, Gewicht, Vorschub und Zug. Der Auftrieb sorgt für das Aufsteigen, das Gewicht für das Sinken, der Vorschub für das nach vorne fliege und der Zug hält es zurück. Neben diesen Kräften spielt es aber auch noch eine Rolle, in welchem Zustand sich die Luft befindet:

  • Wie dicht ist die Luft?
  • Wie schnell strömt sie?
  • Wie warm oder kalt ist sie?
  • Welcher Luftdruck herrscht?

Gerade bei Fluggeräten sind diese Zustände wichtig: Je höher man fliegt, umso weniger dicht ist die Luft, was wiederum Auswirkungen auf den Auftrieb hat. Bei den meisten Flugzeugen spielt das eine Rolle bei Reiseflughöhen über 7km, bei Hubschraubern ist das eher selten der Fall. Sie brauchen dichte Luft und fliegen daher selten höher als 4000 Meter. Der Rekord liegt aber dennoch bei 8800 Meter und wird von einem Eurocopter gehalten der im Jahr 2005 auf dem Mount Everest landete.

Rotoren bei Hubschraubern

Der Rotor ist der wichtigste Teil eines Hubschraubers, weil er das Fluggerät überhaupt in der Luft hält. Er besteht aus zwei wesentlichen Elementen: Den Rotorblättern und und einer Mechanik, die diese steuert und einstellt.

In der einfachsten Version – und auch die am weitesten verbreitete – hat ein Hubschrauber vier Rotorblätter. Hinzu kommen noch zwei bis vier Rotorblätter am Heckrotor.

Um dem Hubschrauber Auftrieb geben zu können, die sind Hauptrotorblätter an einer senkrechten Stange befestigt, die sich – vom Motor angetrieben – dreht. Wie bei einem Ventilator entsteht durch das Drehen ein Luftsog, der schließlich den Hubschrauber nach oben hebt.

Rotoren kennt man schon aus frühen chinesischen Kulturen. In diesen hatte man aus Bambus, der an einer Stange befestigt war, ein Kinderspielzeug gebaut Durch das drehend es Bambusplättchens auf der Stange kam es zu einem Auftrieb und es flog weg. Das Spielzeug bildete auch ein Vorbild für erst westliche Rotormodell im 18. Jahrhundert.

Zwei oder mehr Rotorblätter

Die ersten Modelle von Hubschaubern funktionierten mit zwei Rotoblättern, die am Mast an einem so genannten Hub festgemacht wurden. Dieser ermöglichte erst die Einstellung der verschiedenen Winkel. Rotorblätter müssen sehr groß sein, um einen möglich großen Auftriieb zu erreichen. Die meisten Hubschrauber fliegen übriges mit einer konstanten Umdrehungsgeschwindigkeit der Rotorblätter, Die eigentliche Geschwindigkeit des Hubschraubers wird vor allem über den Anstellwinkel erreicht.

Ein Problem beim Hubschrauber ist das Drehmoment: Sobald der Hauptrotor sich dreht, versucht der Hubschrauber selbst sich in die andere Richtung zu drehen. Das liegt an physikalischen Kräften und wird meisten durch den Heckrotor ausgeglichen. Dieser ist nicht horizontal sondern vertikal angebracht und steuert der Drehung entgegen. Die Rotorblätter können entweder frei liegen oder in einem Gehäuse untergebracht sein.

Nicht alle haben einen Heckrotor

Es gibt aber auch Sonderformen: So kann ein Hubschrauber aus zwei übereinanderliegenden Rotoren bestehen, die aber gegenläufig sind. Auch auf diese Weise kann die Drehung vermieden werden. Und ein amerikanischer Lasthubschrauber, der Piasecki H-21 Workhorse/Shawnee, hat vorne und hinten waagrechte Rotoren, die sowohl für viel Auftrieb sorgen als auch eine Drehung wirksam verhindern.

Ein Rotorblatt ist wie die Tragfläche eines Flugzeuges aerodynamisch geformt. Auch bei den Drehflüglern spielt der Luftwiderstand eine große Rolle, und die Form der Rotorblätter hat darauf einen Einfluß. Bei normaler Stellung wird lediglich ein Auftrieb erzeugt, sobald aber die Blätter leicht geneigt werden, strömt die Luft mehr seitlich und schafft dadurch einen Vorwärtsantrieb.

Bei einem Triebwerksausfall kann übrigens ein Hubschrauber immer noch fliegen, auch wenn es keinen Auftrieb nach oben mehr gibt. Der Pilot wird dann auf Autorotation umstellen und quasi in den Leerlauf schalten. Die umgebenden Luft triebt dann immer noch zu einem gewissen Maße die Rotorblätter an, die durch die Eigenrotation zumindest den Abtrieb senken. Man kann sich das vorstellen wie bei einem Ahornsamen-Blatt, das ebenfalls diese Autorotation ausnutzt und langsam nach unten segelt.

Polizeihubschrauber

Längst sind Polizeihubschrauber aus dem urbanen Raum nicht mehr wegzudenken. Sie sind zur wichtigen Ergänzung der Einsatzkräfte am Boden geworden und dienen in erster Linie der Beobachtung aus der Luft.

Alle kennen das Bild, wenn Polizeihubschrauber in niedrigen Höhen und relativ langsam über Autobahnen, Stadtgebiete oder über Menschenansammlungen bei Veranstaltungen fliegen. Weil es besonders wichtig ist, lange in der Höhe bleiben zu können, sind Polizeihubschrauber in der Regel mit einem Zusatztank ausgestattet, der ihnen ermöglicht, dadurch mindestens eine Stunde länger im Luftraum zu verharren.

Polizeihubschrauber kommen vor allem in den Einsatz, um

  • vermisste oder flüchtige Personen oder Fluchtfahrzeuge zu lokalisieren ,
  • das Verkehrsgeschehen zu erfassen, besonders wenn beispielsweise an Wochenenden oder in Ferienzeiten ein besonders hohes Verkehrsaufkommen besteht,
  • durch Videos oder Fotos Beweismaterial zu sammeln,
  • die Verbreitung bestimmter Ereignisse oder Substanzen im Natur- und Umweltschutz zu erfassen, wie dies beispielsweise bei Waldbränden oder einer Gewässerverschmutzung der Fall ist,
  • Orte aufzuspüren, wo sich bestimmte Ereignisse zugetragen haben, beispielsweise die Suche der Absturzstelle von Flugzeugunglücken,
  • Verunglückte aus unwegsamen Gelände oder im Gebirge zu bergen,
  • risikobehaftete Veranstaltungen wie Demonstrationen, Staatsbesuche oder Großveranstaltungen aus der Luft zu überwachen,
  • Personen zu transportieren. Dies können sowohl polizeiliche Spezialeinheiten sein, aber auch hochrangige Politiker oder Personen, die gerettet werden müssen.

Rettungs- und Bergehubschrauber

Im Rettungs- und Bergebereich sind Helikopter heute nicht mehr wegzudenken, sei es im Rettungseinsatz um Schwerverletzte zu bergen, bei Katastrophen oder Erdbeben, im Gebirgseinsatz oder bei der Brandbekämpfung. Gegenüber anderen (Luft-)Fahrzeugen punkten sie vor allem mit ihrer Schnelligkeit und ihrer Wendigkeit.

Rettungshubschrauber

Wenn es bei einem Unfall oder einem medizinischen Notfall besonders schnell gehen muss, sind Rettungshubschrauber oft das Transportfahrzeug der Wahl. Im Rettungshubschrauber befinden sich neben dem Piloten in der Regel ein Notarzt und ein speziell für Rettungshubschrauber ausgebildeter Rettungsassistent. Im Vergleich zu anderen Hubschraubern dürfen Rettungshubschrauber überall landen, auch auf der Autobahn der auf privaten Grundstücken, um keine wertvolle Zeit zu verlieren.

Die meisten Krankenhäuser haben Hubschrauberlandeplätze, die oft auf dem Dach positioniert sind. Neben Rettungs- und Notfalltransporten werden auch Organe für die Transplantation häufig mit dem Rettungshubschrauber transportiert.

Das flächendeckende System der Luftrettung gibt es im deutschsprachigen Raum seit rund 30 Jahren. In Deutschland und Österreich wird die Luftrettung zum Teil auch von den eigenen Hubschrauber-Crews der großen Automobilclubs wie ADAC (Deutschland) oder ÖAMTC (Österreich) übernommen. In Notfällen wird der Hubschraubereinsatz von den Krankenkassen übernommen.

Hubschrauberbergung im Gebirge

Umso beliebter Bergtouren und der Alpinsport generell werden, umso häufiger sind auch die Einsätze, in den Hubschrauber Verletzte oder verirrte Personen aus dem Gebirge bergen müssen. Dadurch können den Bergrettern oft stundenlange Aufstiege und nicht ungefährliche Suchaktionen erspart werden. Sowohl im Sommer als auch im Winter sind in den Alpen Bergehubschrauber im unermüdlichen Einsatz, um Skifaher, Tourengeher, Wanderer und Bergsteiger zu retten. Leider unterschätzen viele Urlauber die Berge und bringen mit ihrem Leichtsinn oft nicht nur sich selber, sondern auch andere in Gefahr.

Die Hubschrauberbergung ist aber auch für die Piloten nicht ungefährlich, denn in den Bergen sind sie oft unter besonders schwierige Herausforderungen gestellt, da die Gefahr von Fallwinden und Turbulenzen sehr groß ist. Auch die Kabel und Leitungen, beispielsweise von Seilbahnen, können zur Gefahr werden. Wenn sich ein Rotor darin verfängt, kann ein Absturz meist nicht mehr vermieden werden.

In der Bergrettung sind heute Hubschrauber nicht mehr wegzudenken.

Einsatz in der Brandbekämpfung

Schon lange werden Hubschrauber eingesetzt, um Flächen- und Waldbrände im zum Teil unwegsamen Gelände zu bekämpfen oder auch um Löschmaßnahmen auf dem Boden von der Luft aus zu unterstützen. Ein Löschhubschrauber kann bis zu 5000 Liter Löschwasser transportieren, die entweder in einem Außenlastbehälter oder im Rumpf des Hubschraubers mitgenommen werden.

Außenlastbehälter sind mit Bodenventilen versehen, die vom Hubschrauber aus entweder über eine Druckluftleitung oder über einen Seilzug geöffnet werden können.

Einige Modelle können direkt im Rumpf das Löschwasser aufnehmen. Dabe wird dies über Schläuche mit Pumpen aufgesaugt. Dieser Vorgang geht sehr schnell, es dauert nur rund 2 Minuten, bis ein Hubschrauber das Wasser aus einem See in der Umgebung das Wasser aufpumpen kann.

Alles was ein Helikopter-Pilot an Bekleidung braucht

Als Pilot eines Helikopters braucht es nicht nur das notwendige Fachwissen und natürlich die notwendigen Genehmigungen, sondern auch eine den Anforderungen entsprechende Kleidung. Dabei gibt es unterschiedliche Aufgabe von Helikopterpiloten:

  • Kommerzielle Piloten für Geschäftsflüge
  • Kommerzielle Piloten für Wartung und den Transport von Waren
  • Piloten im Rettungswesen
  • Piloten in der Luftwaffe

Geschäftsflüge

Wer als Pilot Geschäftskunden von einem Ort zum anderen bringt, wird sich entsprechend kleiden müssen. In der Regel wird ein Anzug erwartet, wie man es auch von Flugzeugpiloten kennt. Wichtig beim Hubschrauber fliegen ist aber, dass man auch die richtigen Schuhe für diesen Zweck hat, denn ein großer Teile der Steuerung erfolgt mit den Füßen über Pedale. Sie müssen zum einen zum Geschäftsanzug passen, zum anderen aber auch bequem sein. Viele haben aus Sicherheitsgründen keine Schnürsenkel, weil diese sich mit den Pedalen verheddern könnten.

Kommerzielle Flüge

Wer Güter transportiert oder zum Beispiel per Hubschrauber Strommasten oder Windkraftwerke überwacht, der wird eine bequeme Bekleidung tragen welche aber auch funktional ist und in der man zum Beispiel weniger schwitzt. Die meisten dieser Helikopter haben große Glaskuppeln, die sich schnell aufheizen. Entsprechend wird man auch Sportschuhe tragen die ebenfalls bequem, aber auch atmungsaktiv sind. Piloten, die solche Flüge unternehmen, sitzen oft lange Zeit in ihrem Sitz und die Schuhe werden durch die Fußarbeit an den Pedalen stark beansprucht. Drückendes Schuhwerk kann hier schnell den Piloten ablenken.

Rettungsdienst-Piloten

Die Piloten, die im Rettungsdienst fliegen , haben meistens einen klassischen Overall, der ihnen die größtmögliche Bewegungsfreiheit gibt, aber auch viele Taschen hat. Denn sie sind oft nicht nur Piloten, sondern auch aktiv in die Rettungsarbeit eingebunden. Sie brauchen Halterungen für Stifte und für Funkgeräte aber auch große Taschen für Dokumente und kleine Instrumente. Ein Pilot eines Rettungshubschraubers wird oft in unwegsamen Gelände landen und dann den Hubschrauber auch verlassen müssen, um den Rettungsassistenten zu helfen. Dafür braucht es robustes Schuhwerk, dass auch bei schlechtem Wetter kein Wasser eindringen lässt und dem Fuß Halt gibt, wenn es über steinige Wege geht. Gleichzeitig müssen die Piloten aber auch noch genug Gefühl haben, um einen Helikopter zentimetergenau auch bei schlechtem Wetter steuern zu können.

Die Pedale bei einem Helikopter werden für die Steuerung des Heckmotors verwendet. Ein Hubschrauber wird über diese Pedale, den Steuerknüppel und den sogenannten Collective gesteuert. Während die letzten beiden mit den Händen benutzt werden, braucht man für den Heckmotor die Pedale und damit die Füße. Der Heckmotor verhindert im Wesentlichen, dass sich der Hubschrauber um die eigene Achse dreht. Es ist deshalb wichtig, ein Schuhwerk zu wählen, welches die Bedienung der Pedale einfach macht. Wichtig sind hierbei auch gute Sohlen, die nicht zu glatt sind, damit der Pilot nicht plötzlich von der Pedale abrutscht. Selbst Lederschuhe von Geschäftspiloten haben deshalb meisten eine Gummisohle.

Wirtschaftlicher Einsatz

Es gibt Branchen und wirtschaftliche Bereiche, die ohne Hubschrauber längst nicht mehr auskommen.

Einsatz in der Land- und Forstwirtschaft

Besonders auf großen Flächen kommen in der Landwirtschaft vermehrt Hubschrauber zum Einsatz, um Insektizide, Flüssigdünger oder Kalk aus der Luft zu versprühen. Ob im Weinbau oder im Ackerbau, Schädlingsbekämpfung aus der Luft wird immer häufiger, wenn diese auch umstritten ist. Umweltschützer kritisieren, dass die breitflächige Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln vor allem auch Flüsse und Bäche sehr beeinträchtigt und plädieren immer wieder für den Verbot derartiger Methoden.

In der Forstwirtschaft werden in den letzten Jahren vermehrt Hubschrauber eingesetzt, um Magnesiumkalk über den Waldflächen zu verstreuen. Dadurch soll der Versauerung der Böden entgegengewirkt werden.

Einsatz auf Bohrinseln

Bohrinseln und Seebaustellen kommen ohne Hubschrauber meist nicht aus, denn damit werden sowohl Bohrmannschaften, Ärzte, Spezialisten und auch Material befördert.

Es gibt hierfür einen eigenen Hubschraubertyp, der auf Bohrinseln meist eingesetzt wird, der Sikorsky S-61. Der Rumpf hat die Form eines Bootes und kann im Notfall sogar schwimmen. Dadurch ist die Beförderung auf hoher See mit weniger Risiko verbunden.

Kleinere Hubschrauber hingegen werden eingesetzt, um die Bohrinseln untereinander zu verbinden und dienen als eine Art Shuttleservice.

Einsatz als Kranhubschrauber

Im Hochbau werden sogenannte Kranhubschrauber eingesetzt, um besonders sperrige oder große Lasten an ihren Bestimmungsort zu transportieren oder zu heben. Kranhubschrauber unterstützen beispielsweise dabei, Brücken über Flüsse zu bauen oder Teile von Gittermasten für Stromleitungen an den entsprechenden Positionen aufzustellen. Besonders dort, wo keine Straßen für Schwertransporte zur Verfügung stehen, kommen Kranhubschrauber zum Einsatz.

Auch in den Alpen ist der Einsatz von Hubschraubern im Bauwesen keine Seltenheit. Nur durch ihre Hilfe können beispielsweise Komponenten von Liftmasten, oder Baumaterial für Berghütten in das unwegsame Gelände befördert werden.

Einsatz im Personentransport

Natürlich finden Hubschrauber für wirtschaftliche Zwecke auch Verwendung, um Personen von A nach B zu befördern. Der große Vorteil gegenüber Flugzeugen ist, dass sie nicht nur auf Flughäfen, sondern mitunter auch direkt in den Ballungszentren landen können und zur Landung keine Infrastruktur eines Flugplatzes benötigen. Hubschrauber dienen manchmal auch als Zubringer zu Flughäfen.

So werden Hubschrauber einerseits im elitären Bereich zum Personentransport verwendet, andererseits aber auch in abgelegenen Regionen, wie beispielsweise in Sibirien, um Menschen zu transportieren, wo ein Überlandtransport aufgrund der schlechten oder kaum vorhandenen Straßen ansonsten Tage oder gar Wochen dauern würde. .

Unterschied Hubschrauber und Flugzeug

Der Hubschrauber und das Flugzeug unterscheiden sich in vielerlei Form: Ganz offensichtlich wird das schon wenn man beide nebeneinander stehen sieht. Der Hubschrauber hat einen Rotor, während das Flugzeug Tragflächen hat. Die meisten Hubschrauber sind auch eher kurz, während Flugzeuge eine sehr lange Form haben können. Auch spielt beim Flugzeug die Aerodynamik eine große Rolle, während beim Hubschrauber diese nur bei einigen Modellen wichtig ist, und auch da nicht so optimiert wir bei Flugzeugen.

Flugzeuge sind schneller

Ein weiterer Unterschied ist die Geschwindigkeit. Ein Hubschrauber ist wesentlich langsamer unterwegs. Ein Eurocopter X3 zum Beispiel kann eine Höchstgeschwindigkeit von 472 km/h erreichen, andere Militärhubschrauber schaffen es bis 500 km/h. Flugzeuge hingegen können die doppelte Geschwindigkeit erreichen. Selbst Passagierflugzeuge fliegen mit 800-900 km/h durch die Luft. Militärisch genutzte Düsenjets schaffen es sogar über die Grenze von Mach 1, also 1000 km/h pro Stunde.

Auch beim Fassungsvermögen unterscheiden sich die beiden Fluggeräte. Hubschrauber sind recht beschränkt was die Ladung betrifft, sowohl bei Gütern als auch bei Passagieren. Selbst bei Militärtransportern ist bei 16 Passagieren meistens Schluss, und Fracht muss oftmals angehängt werden, weil einfach nicht genug Platz im Inneren vorhanden ist. Beim Flugzeug hat der A380 hingegen bewiesen, dass man über 500 Passagiere an Bord bringen kann. Würde man alles mit der Eco-Klasse ausstatten, wären es sogar noch einige mehr.

Der größte Unterschied zwischen Flugzeug und Hubschrauber ist aber die Antriebsart. Die Flugzeuge brauchen einen Luftstrom unter den starren Tragflächen, der ihnen Auftrieb gibt. Der Hubschrauber erzeugt sich diesen Auftrieb selbst, indem er die Rotorblätter rotieren lässt.

Schweben des Hubschraubers

Eine der herausragenden Fähigkeiten eines Hubschraubers ist, in der Luft schweben zu können. Damit ist sein Einsatzgebiet weitaus größer als das eines Flugzeuges oder anderer Fluggeräte. Moderne selbstfliegende Drohnen die mit Rotoren ausgestattet sind, stellen technisch eigentlich auch nur eine Weiterentwicklung des Helikopters dar.

Die Schwebefähigkeit beim Hubschrauber kommt dadurch zustande, der er seinen Auftrieb selbst erzeugen kann. Wenn man nur den Hauptrotor betrachtet, so hebt er eigentlich einen Hubschrauber nur in die Luft, aber bringt ihn noch nicht vorwärts. Das erreicht man erst in dem der Anstellwinkel verändert wird. Mit dem Winkel wird dann Vorschub geschaffen und der Heckrotor verhindert dass sich der Hubschrauber um die eigene Achse dreht.

Schweben ist normaler Zustand

Das Schweben ist also die normale Form des Hubschraubers und wird in vielen Situationen ausgenutzt. So kommt das gerade bei Rettungsarbeiten immer wieder zum Einsatz, wenn zum Beispiel Retter abgeseilt werden müssen oder wenn man eine verletzte Person aus unwegsamen Gelände oder dem Meer fischen muss. Auch im Militäreinsatz gibt es diesen Vorteil, wenn Truppen schnell ausgeladen werde müssen, man aber aus Sicherheitsgründen den Hubschrauber nicht komplett landen will. Und schließlich kommt es auch bei Beobachtungsflügen zum EInsatz.

Beliebte Reisehubschrauber

Wer eine Geschäftsreise unternimmt, wird meistens einen Hubschraubertyp auswählen, der Platz und Komfort bietet. Der Eurocopter EC 120 zum Beispiel biete Platz für vier Passagiere und wird wegen seiner vielen Fensterflächen auch gerne für Rundflüge eingesetzt. Das Gerät in der Colibri Version wurde bereits 1992 entwickelt, unter anderem von der französischen Regierung. Später kamen noch andere Modelle hinzu. Eines der erfolgreichsten Modelle ist der AS365 Dauphin, in dem bis zu 12 Passagiere Platz nehmen können. Nachdem die Firma Eurocopter in Airbus Helicopter aufging, kam das Nachfolgemodell Airbus Helicopters H160 im Jahr 2015 auf den Markt.

Bequem reisen mit dem Agusta

Die Agusta A109 kann sogar das Fahrwerk einziehen und ist eines der klassischen Modelle wenn es darum geht, VIPs und Geschäftsleute zu befördern. Der Hubschrauber hat je nach Ausstattung Platz für bis zu sieben Passagiere und hat eine Reisegeschwindigkeit von 260 Stundenkilometern. Er ist der erste italienische Hubschrauber der gebaut wurde und auch heute noch im Dienst, über 30 Jahre nach seiner Markteinführung. Das Modell wird vor allem geschätzt weil es ein vergleichsmäßig leichter Hubschrauber ist, der auch einfach zu steuern ist. Bei Geschäftsleuten wird auch das recht elegante Design geschätzt. Fast die Hälfte aller Agusta Modelle werden von Unternehmen und für Reisen genutzt. Trotz des Alters sind die heutigen Modelle mit moderner Elektronik ausgestattet. So gibt es mehrere Flugassistenten, die es möglich machen, das Gerät auch mit nur einem Piloten und per Instrumentenflug zu bedienen.

Bell 407

Das Modell von Bell wurde zuerst für die Armee entwickelt, erfreute sich aber vor allem in der Version mit vier Rotorblättern bei kommerziellen Anbietern großer Beliebtheit. Die Bell 407 wurde erstmals 1995 in die Luft gebracht und kann fünf Passagiere aufnehmen.